Der Milde Westen.

Foto: Lucia Schlör
Los Santos und Thomas C. Breuer
Sie sind unterwegs mit einer Handvoll Liedern und Texten, die sie in Texas, Mexico und auf Hawai’i, auf unwegsamen Terrain nördlich, östlich und westlich des Río Grande zusammengetragen haben, aber auch in Bars, Flughafenterminals und auf Friedhöfen. All das hört man in den Songs und Balladen von Los Santos. Wenn Akkordeon, Colt und Gitarre schweigen und die harte Arbeit auf der Ranch ruht, schiesst Thomas C. Breuer, der verbale Messerwerfer und Meister des geschliffenen Wortes aus der Selva Negra seine Spitzen ab. Und Los Santos ruhen nicht dazu, untermalen das gesprochene, gesungene und mitunter geschrieene Wort bisweilen mit Akkordeon, Pedal Steel und Schlagzeug.
Ein bunter, ja farbenfroher Abend in der Neuen Welt ohne ermüdenden Transatlantikflug oder entwürdigende Einreiserituale, der dem geneigten Besucher die ausgezuzelten Sehnsuchtsbatterien wieder auflädt im Nu.
Brutale Boleros, waghalsige Wahnvorstellungen über den Wilden Westen, leidenschaftliche Liebeslieder, tadellose Texte über Texas, Songs voller Sehnsucht, knochentrockene Trinkerballaden und glutheiße Gesetzlosengesänge. Und stets der Wahrheit verpflichtet.
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Stefan Hiss: |
Gesang, Akkordeon |
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