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"Keine Krise ist wie diese"

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Foto mit frdl. Genehmigung: SF DRS

Der grosse Auftritt des Kabarettisten Thomas C. Breuer im Alten Zeughaus in Herisau

Herisau. Mit der Premiere des Kabaretts "Schweizfahrer" von und mit Thomas C. Breuer konnte "Kultur is Dorf" erneut einen Publikumserfolg feiern. Er ist nicht irgendein Kabarettist. Er ist Thomas C. Breuer, ein Mann, der klare Worte spricht, sie unterschiedlich verpackt und sie einmal so und einmal so serviert. Mit seinem neuesten Werk "Schweizfahrer", das er nicht grundlos in Herisau uraufführte, hatte er das Publikum im Saal des Alten Zeughauses schnell auf seiner Seite. Doch Breuer ist in Herisau ein alter Bekannter und für die Organisatoren ein fester Wert.

Fast ein Heimspiel.

Für den 52-jährigen Thomas C. Breuer war der Auftritt am Freitagabend fast ein Heimspiel, gastierte er doch bereits zum vierten Mal im Alten Zeughaus, Erstmals im Jahr 1989. "Wenn ich von der Bühne aus in die Runde schaue, finde ich, dass das Publikum mit mir älter wurde", meinte er und fügte hinzu, "und das verbindet." Und so fiel es ihm auch leichter, auf die spezifischen Eigenarten der Region einzugehen, zum Beispiel auf die St. Galler Bratwurst, die ausschliesslich ohne Senf gegessen wird.

Sprechen und musizieren.

Sein Auftritt war ganz in schwarz mit rotem T-Shirt und kleinem Schweizerkreuz auf der Brust. Ein bekennender Freund der Schweiz, für den sie "nie Durchreiseland, sondern Reiseland - zu Wasser (wenig), zu Lande (praktisch immer) und zu Luft (äh ...)" war. Seine Inhalte waren teils amüsant und ironisch, teils zynisch und ernst. Mit den Worten spielend handelte er alltägliche Probleme und Themen ab, "Keine Krise ist wie diese" und wies auf schweizerische Eigenarten hin, die für die Zuschauer auch präsent sind, jedoch von Einheimischen anders behandelt werden. Mit Raps, Blues singen und Mundharmonika spielen wurde der Abend aufgelockert und mutierte damit vom reinen Sprechkabarett fast zum Musikevent. An Applaus mangelte es nach dem Auftritt des deutschen Kabarettisten nicht. Mit den exzellenten Texten traf er "den Nagel stets auf den Kopf". Das Ergänzen des gesprochenen Textes mit musikalischen Einlagen gehörte bei ihm schon immer ins Programm. Mit Musik befasste er sich bereits in seiner Jugend.

Kein Durchreiseland.

Dass die Schweiz für Breuer kein Durchreiseland ist, ist bei jedem Satz zu bemerken. Aufmerksam beobachtet er Schweizer Eigenheiten und Gegebenheiten und versteht sie auch, richtig zu platzieren. Und so konnte das Publikum den Abend in einem Spiegel betrachten, sich gelegentlich darin erkennen, aber trotzdem immer wieder herzlich lachen. Breuer präsentierte an diesem Abend auch sein aktuelles Buch "Schweizfahren".
(Fritz Heinze)

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Aktualisiert am 09.09.2009