Greyhound 07
Sie kennen diese feuchten, heissen Handtücher, die einem im Flugzeug kurz vor der Landung gereicht werden. So habe ich mir natürlich Houston vorgestellt - little did I know! Temperaturen um den Gefrierpunkt bei Ankunft, heftige, kalte Schauer am Auftrittstag, non-stop. Aber, seien wir gerecht, es ist Januar. In Texas ist sonst alles beim alten: Nacheinander zeigen sie im Fernsehen die Werbung eines Autohändlers, der seine Kunden zum wöchentlichen Gratis-Bar-B-Q einlädt, als nächstes wird ein Gewichtsreduzierungsseminar im University General Hospital angeboten. Texas ist vielfältig, in allen grösseren Städten gibt es z.B. Gay & Lesbian Yellow Pages, das hätte man so nicht erwartet.
Früher zählte Houston zu den Städten mit einem eigenen Goethe-Institut, was für viele nordamerikanische Städte galt: St. Louis, Cincinnati, Vancouver, Seattle. Atlanta ist das letzte Opfer, überall zieht sich Goethe zurück. Unverantwortlich. Wenn die Deutschen kulturell keine Flagge zeigen, wirkt sich das langfristig auch wirtschaftlich aus. In Houston (und in St. Louis und in Minneapolis) blieb es privaten Initiativen vorbehalten, einem Fähnlein Aufrechter sozusagen, deutsche Präsenz zu zeigen, motiviert von einem Münchner Ärztehepaar, das schon lange in Houston lebt. Hier pflegt man die Freundschaft zur Partnerstadt Leipzig, auch wenn ich in den zahllosen Gesprächen hinterher nicht eine sächsische Silbe gehört habe. Dafür aber in allen Dialektfärbungen den Satz "Ich habe schon lange nicht mehr so gelacht!", was eigentlich traurig ist. Das Publikum exakt die Mischung, die ich mag: recht viele, um die achtzig Leute, Deutsche, Auswanderer, ein paar Amerikaner, die in Deutschland gelebt haben, Menschen, die sich in beiden Kulturkreisen auskennen und sich an den Macken beider freuen können. Das Durchschnittsalter recht hoch, aber ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste. Ein überraschend geschmackvoller Auftrittsort, holzgetäfelt, in einer Kirche nahe der Rice-Iniversität. Das ganze fängt früh an, wie immer in den USA, wo man das Nachtleben in die frühen Abendstunden vorverlegt hat, bzw. in den späten Nachmittag, vermutlich aus Sicherheitsgründen. Zwei Konsuln sind auch da, der ehemalige und der aktuelle, der auf mein Honorar ein paar Scheine draufgelegt hat, denn das ist natürlich eine low-budget-Veranstaltung. Mit den grössten Lacher ernte ich, als ich die Frage in den Raum stelle: Warum erklärt eigentlich niemand den Amerikanern, dass man Stromkabel auch unterirdisch verlegen kann?
Die halbe Woche zeigen sie in den Nachrichten die Bilder vom Busbahnhof in Houston: Dort sind generell viele Gestrandete anzutreffen, aber diesmal betrifft es alle Reisende: Eis und Schnee, vor allem im Texas Panhandle, leider genau meine Route. Das muss ich nicht haben, mir genügt die Winterdosis in Deutschland völlig, ergo buche ich einen Flug bei Southwest, d.h. tschüss Kerrville, tschüss Amarillo, ein andermal. Wie gesagt, es ist Januar, und wahrscheinlich war ich einfach zu blauäugig. Ja, ich wollte diesen Staat, von dem man behauptet, dass wenn man mit einem Baby in Beaumont an der Grenze zu Louisiana einsteige, es in der 5. Klasse sei, wenn man El Paso im Westen erreiche, einfach in epischer Breite durchmessen.
Der Highway von El Paso nach Alamogordo führt eigentlich durchgehend durch militärisches Gebiet. Grosse Überraschung: Eine "Grenzstation" der Border Patrol auf der New-Mexico-Seite mit Ausweiskontrolle. Gott sei Dank sitzt ein Uniformierter neben mir. Nein, verhaftet bin ich nicht, sondern unterwegs mit einem Soldaten zur Holloman Airforce Base, denn dort unterhält die Bundeswehr die grösste Garnison ausserhalb der Bundesrepublik. Etwa 1.800 Menschen leben hier, natürlich nicht alle Soldaten. Jürgen Sickmann, für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, hat mich freundlicherweise in El Paso abgeholt, und jetzt brausen wir gen Norden. New Mexico ist ja nicht eben dicht besiedelt, deshalb wird dort trainiert, was das Zeug hält. Die Deutschen lernen den Tornado fliegen und den F 117, und in El Paso gibt es noch eine Abteilung der Flugabwehr. Ich denke, dass ich damit keine militärischen Geheimnisse verrate. Holloman ist sozusagen ein Pilotprojekt der Deutschen. Die Stützpunkte existieren seit 1996, der alte Bush hatte das Helmut Kohl angeboten, und die Amerikaner waren erst nicht so begeistert, haben sie doch auf Holloman den Stealth-Bomber stationiert. Alamogordo, eine ehemalige Eisenbahnerstadt, lebt mittlerweile längst von den Fliegern, eine etwas zerfledderte Ansiedlung ohne rechtes Herz, und wer hier als junger Soldat herkommt, unter 21 ist und noch keinen Alkohol konsumieren darf, hat es schwer, Leute kennenzulernen, so wie in dem Countrysong gerade auf KZZX: "What a guy gotta do to get a girl in this town?" Drei, vier Bars, die abends mal länger auf haben, daher nehmen die beiden grossen Kirchen soziale Aufgaben war, mein Abend findet bei den Evangelen statt. Von der Garnison kriege ich also gar nichts zu sehen, keine Ahnung, ob Absicht oder Zufall. Bei der Bundeswehr laufen längst nicht mehr nur Kommissköpfe rum (und wenn, kommen die eh nicht zu mir.) "Wir wollten mal ein bisschen was anderes machen, hier ist ja absolut nichts los", erklärt Jürgen Sickmann, ein weltoffener, sympathischer Kerl, und schaut dabei ein wenig verloren drein, denn er hatte sich mehr als die etwa 40 Besucher erhofft.
Drei Dinge, die in New Mexico besonders beeindrucken: 1. Der Himmel, 2. der Himmel und 3. dann noch der Himmel. Vielleicht soll deshalb in der Nähe von Alamogordo irgendwann der grosse Weltraumbahnhof entstehen, Gouverneur Bill Richardson forciert die Sache, nicht zuletzt, weil es sonst hier wenig gibt, das Touristen anzieht. White Sands natürlich, dreissig Kilometer entfernt, und ein Zoo mit etwa zwei Berglöwen. Nicht zu vergessen das Oktoberfest, dass die deutsche Gemeinde veranstaltet, wozu man eigens Bier aus München einfliegen lässt. 5.000 Einheimische sind begeistert, vertragen aber angeblich das starke Gebräu nicht, sagt Jürgen Sickmann milde lächelnd. Wobei ich sagen muss, dass ich abends spät noch im Plaza Pub dem mikrogebrauten Amber Alien Bier aus Carrizozo nicht widerstehen kann, und das hat es in sich. Das Green Chili ist übrigens überirdisch! Deutsche und Himmel, das hat in New Mexico natürlich Tradition, man denke nur an Los Alamos. In Alamogordo wurden in den späten 50er Jahren die Weltraumaffen - äh, kann man sagen: ausgebildet? Wir fahren kurz vor dem Auftritt zum Museum of Space History, von wo aus man die beste Aussicht auf das "Basin" hat. Selbst wenn Alamogordo jetzt nicht unbedingt mit den Superknallern aufwarten kann: Die Umgebung macht alles wett. Der Abend ist beschwingt, lustig, und am nächsten Morgen bringen mich die Sickmanns nach El Paso zurück, Rundumservice mit ständigem Bodenkontakt, versteht sich.
Auf den Grünflächen liegt Schnee, wenig, aber ausreichend. Der Gouverneur des Nachbarstaates Chihuahua hat den Notstand für 57 Gemeinden entlang der Grenze ausgerufen, darunter Juárez. Ich stelle mir vor, diese Temperaturen in einer dieser Pappschachteln aushalten zu müssen, in denen viele wohnen, und schäme mich, dass ich mich beklage, dass man im Hotelzimmer die Klimaanlage nicht ausschalten kann.
El Paso boomt, in Scharen kommen Soldaten (Ft. Bliss soll um 40.000 aufgestockt werden) und heiratswillige Mexikanerinnen. Dennoch ist El Paso borderline. Es wird gepriesen als die Stadt mit der zweitniedrigsten Verbrechensrate der USA. Kein Wunder: Die Kriminalität haben sie, wie viele Industriezweige, auf die Seite südlich der Grenze verlegt. Am Vortag meines Besuches haben sie auf der Nordseite einen Mexikaner festgenommen und ihm zwei Anklagen angehängt, wegen versuchten Mordes an einem Polizisten und weil er 70 Meilen in einer 60-Meilen Zone gefahren ist. El Paso heisst auf deutsch "Der Durchgang" und ist nun wirklich alles andere als das. Die Grenzanlagen dürften Walter Ulbricht unten in der Hölle vor Neid erblassen lassen. Vor zehn Jahren war ich zum letzten Mal hier, da haben sie die Flüchtlinge auf Gummireifen durch dieses Rinnsal namens Rio Grande gezogen, damit sie nicht wegen ihrer nassen Füsse von der Border Patrol enttarnt wurden. Jetzt gibt es stellenweise drei Zäune und einen Streifen für die Patrouillen dazwischen. Zur Zeit meines Besuches haben sich die Bürgermeister von sieben Grenzstädten auf amerikanischer Seite gegen den Zaun ausgesprochen - das Weisse Haus hat nicht mal geantwortet. Natürlich kann man mit dem Trolleybus von El Paso über die Grenze, aber warum? Es ist ein intensiveres Erlebnis, zu Fuss von einer Welt in die andere zu gehen. Noch auf der texanischen Santa Fe Street befindet sich ein Ramschladen neben dem anderen, und alle sollen sie fest in koreanischer Hand sein. Der Unterschied zu Mexiko selbst: In El Paso wird man nicht ununterbrochen mit mehr oder weniger zweifelhaften Angeboten überhäuft. Und natürlich: Weniger Elend. Und eben weniger Morde. Wenn man in Juárez erst einmal alle Zahnkliniken durch und sich an die Abgaswolken der Busse gewöhnt hat, verliert die Stadt rasch an Reiz. Und nachts würde ich mich schon gar nicht allein hineintrauen.
Am nächsten Morgen liegt laut Wetterkanal die Luftfeuchtigkeit bei 92 % - im Klartext: Es regnet. Bei Greyhound warten viele Mexikaner mit roten, müden Augen. Trotzdem herrscht eine entspannte Stimmung in der Greyhoundstation, die Angestellten sind geradezu aufgekratzt, es ist sechs Uhr in der Früh, sie schreien aus irgendwelchen Gründen ständig das Wort "Azucar!" Vielleicht versüssen sie sich damit das Leben. Auch die Mühseligen und Beladenen haben sich eingefunden, viele, die durch's soziale Netz gerauscht sind, und dazu bedarf es bekanntlich nicht viel: Eine haarige Scheidung, der Verlust eines Angehörigen, und schon ist man unten. Schon oft habe ich bei den Reisenden eine gewisse Grundsolidarität beobachtet, man hilft sich, passt auf das Gepäck auf, teilt die Zigaretten. Direkt vor mir in der Schlange steht ein Mann, dessen Gepäck aus drei Duane-Read-Plastiktüten besteht. Er hat Kopfhörer auf und lauscht versonnen in sich hinein. Es könnte gut sein, dass die Kopfhörer nur Tarnung sind, vielleicht hört er einfach - Stimmen.
Selten habe ich bei Greyhound Verspätungen erlebt. Da überall in den Stationen königsblaue Banner hängen, die "The New Greyhound" preisen, frage ich mich, ob das jetzt das Neue ist: Es bewegt sich nichts. Keine Information, keine Entschuldigung. Am besten, man erkundigt sich ständig beim, falls vorhanden, Bodenpersonal oder aber bei anderen Reisen, denn die Ansagen, sofern sie erfolgen, sind nicht für mitteleuropäische Ohren gedacht. Der Bus verlässt El Paso zwei Stunden später. Wahrscheinlich meint die Werbung eher die neuen anthrazitfarbenen Anzüge der Fahrer mit den feschen Schulterklappen und die halbwegs ergonomischen Sitze, die tatsächlich um Klassen besser als ihre Vorgänger sind. So lässt sich reisen, guten Gewissens, immerhin ist der Bus ein umweltverträgliches Verkehrsmittel, und Umwelt wird zunehmend ein amerikanisches Thema, weil es um Geld geht: Benzinpreise nämlich. Überall spricht man von der globalen Erwärmung, oder, wie George W. es in seiner Ansprache an die Nation nennt, vom "Wetterwechsel". Es ändert sich definitiv etwas am Bewusstsein in Amerika, im einen oder anderen Busstop bieten sie sogar Obstsalat an. Wir verlassen El Paso im dritten "Winterstorm", den ich auf dieser Reise erlebe, oder, wie wir es nennen: "Wetter."
Der Fahrer bittet sich einen "low tone" aus und verbietet Flüche. Und schon biegen wir auf I-10, den Highway von Jacksonville nach Los Angeles, zuletzt zu bewundern im Film "Little Miss Sunshine". Ein Schild warnt noch, dass er nicht von Fahrzeugen befahren werden darf, die von Tieren gezogen werden. Quasi mit der Staatsgrenze New Mexicos hört der Regen auf. Als erstes werden wir gewogen, albernerweise, als könnte dieser Bus schwerer sein als alle anderen, die täglich durchkommen. Eine Stunde lang begleitet mich ein grossartiger Radiosender namens KSIL, "High lonesome radio", das kann man nicht übersetzen, das hat mit den Kopfstimmen zu tun, wie man sie oft im Bluegrass hört, so amerikanisch wie die Billboards, Trucks und Pickups, wie Verhaftungen auf dem Seitenstreifen; der Highway gibt sein Bestes, zeigt die Wohnmobile mit den Autos hintendran, die Hummer-Limousine, so lang wie ein halber Block, oder die Häuser, die in zwei Tranchen auf der Strasse transportiert werden. Nebendran die Bahnlinie mit den Güterzügen der Union Pacific, kurzum alles genau so, wie man es gerne hat und weswegen man letztlich hergekommen ist. Das sonore Gebrummel des Motors und das sanfte Rütteln wiegen die meisten Businsassen in den Schlaf. Dafür habe ich nicht bezahlt. Hinten am Horizont blitzt die Sonne auf, wahrscheinlich ist das schon Arizona. Die Berge sind schneebedeckt. Für die nächsten 45 Meilen wird uns ein Sandsturmgebiet versprochen, das klingt dramatisch, man denkt an Steinbeck, das sind die Kicks, die der Europäer braucht, bei uns kriegen wir solche Schilder nicht zu sehen. Wobei um diese Jahreszeit der Staub sicher gefroren ist.
Die Landschaft ist so eintönig wie eindrucksvoll. Wer auf Salbeibüsche steht, kommt hier auf seine Kosten. Hinter Lordsburg ziehen die Rockies auf, alle überzuckert, und die Wolken hängen so tief, dass man fast Platzangst bekommt. In Arizona müssen wir nicht auf die Waage, und das Sandsturmgebiet heisst "Blow Dust Area", was ein guter Buchtitel wäre. Die Landschaft ist grandios, spektakulär, westerntauglich. Zufällig lese ich gerade ein Buch von Kinky Friedman, der darin Willie Nelson zitiert, der über John Wayne gesagt hat: "Er konnte nicht singen und sein Pferd war nie smart." Das sitzt. Und damit ist es auch schon Zeit für die Thrombose-Vorsorge, seit sechs Stunden sitze ich im Bus. Im Radio erklingen erstmals klassische Töne, Tucson kann also nicht mehr weit sein, dort müssen ein paar Liberale wohnen, die so was hören, Arizona ist nämlich sonst sehr republikanisch, um es vorsichtig auszudrücken, cowboyartig, zuletzt gelangte man mit dem Heart-Attack-Grill in die Schlagzeilen, wo sie den sog. Bypass-Burger offerieren, mit vier Hamburgern bzw. 8.000 Kalorien. Die grosse Werbetafel an der Interstate 10 sagt eigentlich alles: Eat Beef!
Der Busbahnhof von Tucson besteht aus vier zusammengeschweissten Containern, die Sicherheitsfirma heisst Cactus Security. Der von Phoenix ist recht modern und trotzdem kein Ort, an dem man sich gerne aufhält. Sie kontrollieren sämtliche Reisende, und fischen tatsächlich irgendwann einen Afro-Amerikaner heraus mit einem provozierenden T-Shirt von Bad Religion. Die Handschellen kriegt er im Handumdrehen verpasst, die Durchsuchung findet für alle sichtbar in einem Glaskasten statt und die Beamten fördern ein kleines Pfeifchen zutage, wie blöd kann man sein? Wenig später, wir haben Phoenix mit einem anderen Bus verlassen, halten wir in Tolleson. Ein Streifenwagen neben der Haltestelle, zwei Beamte entern den Wagen und fordern einen jungen Burschen auf, ihnen zu folgen. Die Mutter hat die Polizei angerufen, der Junge ist ein Ausreisser. Überall sieht man Polizei, die eigentlich dazu beitragen sollte, sich sicher zu fühlen. Dadurch fällt eher auf, wie bedrohlich die Situation sein kann. Selbst die Saguarokakteen haben sämtliche Arme hochgerissen, um ja keinen Verdacht aufkommen zu lassen. Innerhalb zweier Stunden kommen wir an drei Staatsgefängnissen vorbei, alle Nas lang flackern die blau-roten Lichter entlang des Highways, eine unterschwellig bedrückende Grundstimmung. Gut, es ist Freitagabend in Amerika, aber dennoch: So richtig heimelig wird mir nicht, manchmal fühle ich mich schon fremd und verloren unter dem grossen amerikanischen Himmel. Momente voller Kitsch.
Als Zwischenstopp habe ich mir Gila Bend, Arizona, ausgesucht, Heimat des Gila Monsters. Keine wirklich gute Idee. Kaum jemand vermag den Namen richtig auszusprechen, auch von den Einheimischen höre ich unterschiedliche Versionen. Wir sind hier Tausende von Meilen weg von La-La-Latte-Land. Die Busstation ist gleichzeitig eine Tankstelle namens Love's. Taxi? Allgemeine Erheiterung. Gut, vielleicht hat das Motel eine Shuttle, schliesslich heisst es Space Age. Nö, haben sie nicht, abholen wollen sie ebenfalls nicht. Space Age? Es ist zum In-die-Luft-gehen! Ein junger Mann, der an der Kasse steht, bietet mir einen Lift innerhalb der nächsten halben Stunde an. Eric heisst er, findet Gila Bend klasse, nette, kleine Stadt, hat deutsche Vorfahren. Unbedingt müsse ich das Restaurant des Hotels probieren, was ich gerne täte, nur hat der ganze Ärger um den Transport so lange gedauert, dass es jetzt geschlossen ist, schliesslich haben wir schon halb neun, wir sind in Amerika, Buddy. Am nächsten Morgen nehme ich das Frühstück, sehr gut, an den Wänden hängen Fotos von Mondlandungen, aufgenommen im Nachbarstaat Nevada. Der Hausmeister fährt mich im U-Haul-Truck zurück zu Love's. Sie sind nett, hilfsbereit, und garantiert belustigt über diesen komischen Typen, der mit dem Bus unterwegs ist. Love's all you need.
Wer mal pausieren möchte von der stets überbordenden Freundlichkeit der Amerikaner, ist mit Greyhound bestens bedient. Gut, die Knaben müssen tough sein, aber da ist immer noch ein Unterschied zur Unhöflichkeit. Der Fahrer des Busses nach San Diego, meiner letzten Etappe, blafft mich an, er würde mein Gepäck nicht während der Pause einladen. Ich will hier weg, deswegen verkneife ich mir eine Antwort. Greyhound hatte ich übrigens von Deutschland aus einige Fragen gestellt bzgl. meiner Reise, drei Mails, drei Briefe, sechsmal keine Antwort. Scheint ihnen wurscht zu sein.
Hinter Gila Bend ziehen sich die Berge vom Highway 8 zurück, gigantische Anbauflächen, keine Ahnung womit, ist noch zu früh im Jahr. Wenig später Rinderfarmen von so unglaublichen Ausmassen, dass man schlagartig Vegetarier werden möchte. In der Sommerhitze werden diese Rinder bestimmt gleich durchgebraten - eat beef! Auf der linken Seite sehen wir nun die Barry Goldwater Airforce Range, was ein lausiger Name für eine Gebirgskette ist, und wer sich an den erinnert, hat leider Pech gehabt. Wer sich an hingegen Ortsnamen erfreuen kann: Gestern Surprise, Arizona - eher eine böse, dort befindet sich eines der drei Gefängnisse, und eben fahren wir an Dateland vorbei, viel ist da aber nicht los. Mehr Auftrieb sehen wir an der mobilen Kontrollstelle der Border Patrol, mit diesen weissen Partyzeltdächern, und für einige dürfte die Party hier zuende sein. Zig Meilen von Sand und Salbei, Kakteen kommen und gehen, und da mutet dieses plötzliche Schild mitten in der Pampa schon seltsam an: "Land zu verkaufen". Warum gerade diese Parzelle? Endlich kündigt sich Yuma an, mit Wohnmobilparks von ähnlichen Ausmassen wie vorhin die Rinderfarmen. Arizona ist das bevorzugte Revier der Snowbirds und Yuma eine Oase im Dreiländereck zwischen Arizona, Kalifornien und Mexiko. Von der Stadt kriegt man nichts zu sehen, die Station liegt in der Peripherie und der Stopp wird wegen Verspätung zusammengestrichen. Das Unterhaltungsprogramm entschädigt aber für vieles: Ein Kolibri, und dann gibt es da noch diese aufbauende Hinweistafel, die für den "Optimist Club" wirbt.
Es ist jetzt richtig warm. Wir bewegen uns ständig in Grenznähe, die Border Patrol hat überall Wachtürme auf mobilen Hebebühnen postiert, die wie Insekten aus einem Monsterfilm aussehen. Von acht Radiosendern sind fünf mexikanisch und die restlichen von südlich der Grenze. Die allerdings verabschiedet sich Richtung Süden und macht Sanddünen von respektablen Ausmassen Platz, auf denen Amerikaner ihrem Spieltrieb sozusagen ungebremst auf Bonsaimotorrädern ausleben können.
Ein greises Ehepaar füttert sich gegenseitig. Mein Nachbar vor mir erzählt dem Nachbarn neben mir, dass er auf den Kohlfeldern arbeite, es im Januar aber schwierig sei, Arbeit zu finden; in Yuma aber gäbe es eine gute Anlaufadresse, wo man gratis verköstigt und beherbergt würde und wo man sich auch um Jobs kümmere. Der Nachbar neben mir ist ganz in Olive gekleidet, aber ohne Rangabzeichen, er wirkt nicht arm, sein Gepäck sogar teuer. Wir sind mittlerweile in Calexico, der Bus hält in Spuckweite von der Grenze, ich drehe eine Runde, und als ich zurückkomme, schwärmt der Kohlpflücker immer noch von Yuma, und kurz bevor der Bus losfährt, springt Mr Olive auf und verkündet, er würde aussteigen. Ziemlich sicher nimmt er den Gegenbus. Ein Optimist.
Alle 47 Sitzplätze sind belegt. Latinos machen mittlerweile ein Drittel der kalifornischen Bevölkerung aus, in diesem Bus ist das Verhältnis sogar 60:40. In der historischen Wahrnehmung der Amerikaner ist dieser Bundesstaat der Westen, für die Mexikaner ist es El Norte. Hinter El Centro klettern wir auf über eintausend Meter. Überall liegen grosse Wackersteine auf dem sandigen Boden, der Welt grösste Hinkelsteinausstellung. Die Schildermacher beweisen Sinn für Humor: Watch for rocks! Die Felsansammlungen sehen nicht gerade stabil aus, hoffentlich bleibt es die Erde, San Andreas ist nicht weit! Falls sie mal irgendwann die Winnetou-Reihe neu verfilmen wollen, das wäre der richtige Schauplatz. Das nächste Warnschild: Vorsicht vor starken Winden! Die haben sich die Campo-Indianer zunutze gemacht und riesige Windanlagen hingestellt. Sie alle haben rasch dazugelernt, auf dem Weg nach San Diego kommen wir an zwei ihrer Casinos vorbei. und in Downtown San Diego gehört dem Stamm der Kumeyaay das schönste Hotel, das U.S.Grant. Die Seminolen in Florida haben eben erst die Hardrock-Café-Kette aquiriert, auf diese Weise holen sie sich einiges von dem zurück, das ihnen der Weisse Mann geklaut hat. Endlich die ersten Bäume ausser Palmen seit Menschengedenken: Das Pine Valley macht seinem Namen alle Ehre, und der Betrachter freut sich. Auffällig die weissen Gatterzäune, die bizarre geometrische Muster in die Landschaft schneiden. Wir erreichen die Peripherie von San Diego, eine zersiedelte Gegend, Unruhe macht sich breit, Geraschel, Klettverschlüsse, Anrufe - oder besser: Warnrufe? Ich bin nicht traurig, die letzten Meilen waren mühsam, weil ich meinen Platz gewechselt habe und mich neben einen raumgreifenden Mexikaner platzierte. Die Sitze mögen zwar neu sein, breit sind sie nicht. Ausserdem habe ich 15 Stunden Bus hinter mir und bin etwas neben der Spur. Das nennt man wohl Buslag. "I've been thru the desert on a bus with no name." Aber bei aller Anstrengung: Das Flugzeug hätte mir diesen Blick auf Amerika nie und nimmer geboten.
Ein paar Tage später. Die Greyhoundstation in Hollywood ist leider keine Filmkulisse und nicht gerade empfehlenswert, die beiden Alkoholkranken, die eine womöglich langjährige Auseinandersetzung darüber austragen, ob sie vor der Abfahrt noch einen nehmen sollen - "this is Hollywood, man", die einbeinige Frau, verschreckte Menschen, lautstarke Telefongespräche, in denen es um Geld geht, ein Bild des Jammers. Trotz Mitgefühls habe ich nichts dagegen, möglichst rasch hier wegzukommen. Dem Hinweis über der Toilettentür eignet ausnahmsweise etwas Beruhigendes: "Sie stehen unter Video-Beobachtung!" Der Fernseher zeigt einen Präsidenten, der die salbungsvollen Worte spricht: "We have an obligation here that each citizen shares the future." Hier bekommt das etwas Zynisches. Ich weiss nicht, ob ich immer nur eine Sorte Leute treffe, aber alle entschuldigen sich bei mir für die Politik ihres Präsidenten, und zwei Tage später soll mir auf dem Highway ein bemerkenswerter Aufkleber begegnen: "Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal Nixon vermissen würde."
Die beiden Tage in L.A. sind überraschend gut. Der bislang beste Auftritt während dieser Tour: Einhundertzwanzig Besucher. Ich frage sie, ob sie hungrig nach deutscher Kultur sind. Sie lachen. Ich sage: "Ich auch. Ich bin jetzt seit drei Wochen unterwegs." Dieses Institut, ist das lebendigste, das mir seit langer Zeit untergekommen ist, und das grünste: Von der Medialounge mit ihrem schrillen Design spricht man auch anderswo, in San Francisco ist man sogar ein bisschen neidisch. Den jungen Architekten, die es zum Sonderpreis entworfen haben, dient es als Vorzeigeprojekt. Jedes Institut steht und fällt mit seinem Leiter, und Bernd Desinger hat hier wirklich Erstaunliches geleistet, Sponsoren aufgetrieben, Kontakte geknüpft und die Zentrale in München überzeugt. Es bedarf eines Signals zur Wiedererkennung (Farbe) und eines griffigen Namens. Zur Eröffnung der Lounge kam Thomas Gottschalk, bei der Fussball-WM haben sich 500 Leute gestapelt. Nur Klinsi hat sich bisher bedeckt gehalten.
Das Institut ist nicht die einzige Überraschung. In L.A. bewege ich mich konsequent mit Bus und Metro, das geht fabelhaft, das hätte ich mir so nicht träumen lassen. An jeder Haltestelle hängen die zehn Gebote, wie man einen Bus benutzt: Sich nicht auf die Strasse stellen, um ihn anzuhalten usw. Besonders hervorheben möchte ich den Central Market mit seinen Gewürzen und Obst- und Gemüseständen, und das Shelley's Café auf dem Hollywood Boulevard, gleich neben dem Chinese Theater: Nicht besonderes eigentlich, und gerade das macht es aus, ein kleiner Nachbarschaftsladen mit erschwinglichem Frühstück, Normalität neben Glamour. Ein paar Szenen von "Million Dollar Baby" hat man hier abgedreht, auch das hat den Laden nicht versnobt. Das Chinese Theatre ist wie so oft kleiner und alberner, als man sich das vorgestellt hat: Siehe Alamo. Das Hotel Highland Gardens, in dem Goethe mich untergebracht hat, war auch schon oft eine "location", aber was eigentlich nicht? Ausgerechnet in der Film-und TV-Metropole L.A. bietet der Fernseher nur 19 Kanäle, Minusrekord auf diesem Trip. Den Garten gibt es tatsächlich, wodurch das Hotel abgeschiedener wirkt als es ist, und ausserdem ist es ein Künstlerhotel, Janis Joplin hat hier ihr Leben ausgehaucht, natürlich findet sich nirgends ein Hinweis, dabei wäre das doch ein "historic marker". Am Nachmittag bespricht der Gast nebenan lautstark eine Menge von Anrufbeantwortern, er sei gerade in der Stadt und hätte eine kleine Show am Abend und man solle doch vorbeikommen, man stünde auf der Gästeliste. Auch eine Art, zu Publikum zu kommen. Wenig später sehe ich ihn aus dem Zimmer stapfen, etwas angejahrt, popige Brille, Metall im Ohr, angeranzte Lederjacke, Stiefel, usw. Oh ja, denke ich, alles klar. Später erfahre ich: Der Mann ist Opernsänger. Kein Wunder, dass er so dröhnt, die wissen nicht, wenn was laut ist.
Am Samstagmorgen geht es direkt aus der Greyhoundstation rauf auf den Highway 101, eine Sache von zwei Minuten. Beim Bluegrasskonzert am Abend in Bakersfield erzählt der Sänger der Grascals, dass er, als er zum ersten Mal im Verkehr von L.A. steckenblieb, geglaubt hatte, da sei irgendeine Katastrophe passiert. Nein, das war nur der alltägliche Wahnsinn. Heute ist Samstag, da geht es. Zunächst zeigen sich ein paar schneebedeckte Gipfel, aber die Vegetation darunter sieht verdorrt aus, dabei haben wir erst Februar. Überall ist man in Sorge über die geringen Niederschlagsmengen, die Seen wollen sich nicht füllen, was im Sommer zu Wasserverknappungen führen könnte. So auch der Pyramid Lake. Die Temperaturen im Bus nähern sich dem Gefrierpunkt, da heisst es aufgepasst, schnell ist die Erkältung da, in einem klimaanlagenfixierten Land empfiehlt es sich, stets einen Sweater parat zu haben. Kaum der Peripherie von L.A. entkommen, rauscht man mitten durch die Pampa, das absolute Kontrastprogramm. Unterwegs, bergauf, überholt uns der Bus von Amtrak California, gleiches Reiseziel, moderner, schneller, leerer. Ab und zu eine Ranch, oder Ansiedlungen wie Gorman, die der Highwayversorgung dienen, oder Lebec, wo zwei Gebäude nebeneinander stehen: Living Faith und Dentistery. Hier gibt es keinen Radioempfang, wir sind im Tal der Ahnungslosen. Ein Billboard bietet an: "Fight your ticket - Truckdriver Attorney!" Für Trucker gibt es auch eine Rampe für die Notbremsung, es geht steil herab von der Sierra, das Tal öffnet sich, es wird enorm dunstig. Orangenlaster. Erdbeer- und Broccolifelder, im Radio mexikanische Stationen für die Erntearbeiter, und ein wenig Country. Die Radiolandschaft sagt eine Menge aus über den Charakter einer Region. Ich bin zurück im wahren Amerika. Der Bus überholt einen Van, der auf der Heckscheibe das Foto eines jungen Mannes in Uniform zeigt, mit dem Hinweis: "Zum Angedenken an unseren geliebten Sohn." Der Krieg ist mit einem Mal ganz nah, und es zerreist einem schier das Herz. Geschockt und schockgefroren verlasse ich den Bus in Bakersfield. Ich brauche ein wenig heile Welt, und was wäre da geeigneter als Bluegrass! Wer Amerika einmal ganz unverfälscht und pur erleben möchte, dem sei der Besuch eines Bluegrassfestivals empfohlen. Bluegrass ist so amerikanisch wie Hamburger-Helper und Apple-Pie. Es geht nicht um Glitzer und Casting, es ist den Leuten völlig egal, wie sie aussehen, manchmal leider. Die Konzerte selbst sind zweitrangig, die meisten Besucher stehen in Konferenzräumen oder auf den Gängen und fiedeln und zupfen wie nicht gescheit.
Ein paar Tage später. San Francisco - über diese Stadt ist natürlich alles gesagt. Was mich aber in den letzten Jahren fasziniert hat, sind die Papageien vom Telegraph Hill. Wer mehr darüber erfahren will, und mehr über das Leben und Überleben in dieser Stadt, dem sei das (leider nur englischsprachige) Buch von Mark Bittner empfohlen. Schöne Fotos sind auf seiner Website zu bewundern. Und wer gerade schon in der Nachbarschaft des Coit Towers ist, kann eben noch einen Espresso im Caffe Trieste nehmen, immer noch eine gute Adresse, eine perfekte Mischung aus Touristenbums und Nachbarschaftstreff. Am Auftrittstag strömender Regen. Passend dazu die Erkältung. Wir erwarten dreissig Leute, heisst es bei Goethe, das Wetter sei auch nicht hilfreich. Es werden doppelt soviele. Unter seiner vorherigen Leiterin war das Auditorium sechs Jahre lang ungenutzt geblieben, und der neue erhielt von der Zentrale die Order, den Raum abzuwickeln. Die muss Ulrich Everding überhört haben, er fing behutsam mit Filmen an, legte dann mit Literatur und Wissenschaft nach, seit einiger Zeit ist das Goethe-Institut in der Bush-Street wieder eine gefragte Adresse. Ich habe ein paar Kopfschmerzen, weil meine Show versehentlich als halb-englisch angekündigt wurde, aber der einzige Besucher, der kein Deutsch spricht, meldet sich hinterher zu einem Kurs an. Damit habe ich mein bescheidenes Honorar hoffentlich eingespielt. Das schönste am Auftritt ist natürlich das Hinterher, ähnlich wie beim Skifahren. Da erfährt man eine Menge über Amerika, z.B. von einer Deutschen, die Glaskunst aus dem Schwarzwald verkauft und sich darüber lustig macht, wie lange amerikanische Geschäftsleute bis zu einer Entscheidungsfindung brauchen. So ein Anlass fungiert auch als Nachrichtenbörse, viele kennen sich untereinander, und neue Bekanntschaften lauern um die Ecke. Wer hinterher noch Lust auf ein deutsches Bier hat, fährt rüber zu Tommy's Joynt auf Van Ness. Das Thema Alkohol ist in Amerika immer für eine Anekdote gut: Ein paar Tage zuvor wollte ich in San José eine Flasche Hustensirup erstehen. Die Verkäuferin von Longs Drugs verlangte meine ID zu sehen - der Sirup enthielt Alkohol.
Der letzte Auftritt ist eher eine Gesprächsrunde, auf Englisch obendrein, Frage und Antwort. Doug Temkin hat mich eingeladen, er lehrt Kreatives Schreiben am West Valley College, ein Fach, das auch uns Deutschen gut anstünde, wir kommen oft so akademisch daher. Die Stadt Saratoga ist selbst für Bay Area-Verhältnisse ein teures Pflaster. Als erstes sieht man eine grosszügige Stadtbücherei, die umgeben ist von blühenden Senfpflanzen. Dass diese Welt nicht unbedingt eine heile ist, zeigt das Schild an der Einfahrt zum College: No firearms! Ein Klassenzimmer wie früher bei uns der Physiksaal, aber das kann mich schon lange nicht mehr schrecken. Feuerwaffen hat zum Glück niemand dabei, die Studenten hören gespannt zu, jedenfalls nach Aussage ihres Lehrers, und stellen die richtigen Fragen, also nicht: Was machen Sie tagsüber? Sie fragen nach Rezepten bei Schreibblockade, nach Techniken, wo genau ich inspiriert werde und wo ich schreibe, und nach dem Blick auf die Welt. Fragen, die mich als Autor häufig umtreiben. Eine Reise wie diese ist für mich der sicherste optimale Weg zur Inspiration. Der Blick auf die - im Fall: Neue - Welt verändert sich laufend. Schwierige Zeiten sind das, aber die Entwicklungen der letzten Jahre unter der Bush-Administration haben viele Amerikaner wacher und bewusster gemacht, und allmählich machen sie sich doch ein paar Gedanken.
www.sistercitiesofhouston.com
www.texasgermansociety.com
www.alomogordo.com
http://www.goethe.de/ins/us/los/
http://www.goethe.de/ins/us/saf/
www.caffetrieste.com/
www.markbittner.net
www.tommysjoynt.com
Bluegrass: www.ibma.org/
www.greyhound.com Toll free 1-800-231-2222
© Thomas C. Breuer Rottweil 25.01./28.02.2007