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Lesen Sie doch grad, was Sie wollen >> Nachrichten aus dem Gürteltiergürtel:

Amtrak Cascades

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Foto T.C.Breuer

Na bitte - geht doch: Amtrak kann auch anders! Wer in Amerika mal in einem komfortablen Zug mit richtig freundlichem Personal reisen möchte, dem ist der Cascades zu empfehlen, der zwischen Vancouver und Portland bzw. Eugene verkehrt. Die türkisfarbenen Abteile sind nicht so zugemüllt wie anderswo, die Sitze sind komfortabel, es gibt Fernseher für Landschaftsignoranten, dienstbare Geister bieten Kopfhörer zum Verkauf, eigentlich kommt der Cascades dem Flugzeug am nächsten, nur dass man erdverbundener reist und sich nicht halb entblössen muss, um irgendwelche Sicherheitsschleusen zu passierem. Vancouver ist unbedingt eine beeindruckende Stadt vor noch beeindruckenderer Kulisse, wenn auch überschätzt. Als es dort noch ein Goethe-Institut gab, versicherten mir dessen Betreiber, sie müssten nach Seattle, wollten sie richtig grosse Kultur erleben. Beide Städte konkurrieren heftig miteinander, und als im vergangenen Jahr ein paar Zehntausend Kanadagänse über Seattle einfielen und einfach nicht mehr weiterfliegen wollten und die Stadt verschmutzten, hat man sich ihrer ohne viel Federlesens in einer Nacht- und Nebelaktion entledigt. Mit der Skyline im Rücken schwingt sich der Zug über die Skytrain Bridge, man strebt himmelwärts in jeglicher Hinsicht. Gleich darauf geht es über den Fraser River, da heisst es gelegentlich warten, wenn die Brücke hochgezogen wurde, um Schiffe passieren zu lassen. Der Schiffsverkehr hat Vorrang getreu dem Motto: Wir waren zuerst da, und sowieso ist die Hierarchie in der Neuen Welt klar: Personenzüge rangieren ganz unten, noch unter den Güterzügen, auch wenn die Kanadier ihrer Bahn generell mehr Liebe angedeihen lassen. Aber der Cascades liegt in der Verantwortung der Amerikaner, und die haben erstaunlich gute Arbeit geleistet, sich mit den Spaniern kurzgeschlossen und einen Zug hingelegt, der zumindest in den USA seinesgleichen sucht: "Manufactured in Rivabellosa, Spain by Patentes Talgo S.A. and in Seattle, Wa., by Talgo Inc." Bis North Colebrook kann man sich getrost der Zeitung zuwenden. In White Rock trennt das Gleis die Stadt vom Strand, wir rollen sozusagen auf der Uferpromenade, gemütlich, Zugfahren in der Neuen Welt ist immer ein episches Erlebnis, das Gleismaterial ist - nicht ungewohnt - miserabel, von den schweren Güterzügen zuschanden gefahren, der Zug schlägt aus nach links und rechts, wie wenn er watscheln würde. Seltsamerweise soll sich das in den U.S.A. ändern.

Da die Formalitäten inkl. erkennungsdienstlicher Behandlung schon am Bahnhof in Vancouver erledigt werden, rollt der Zug ohne Unterbrechung über die Grenze. Eine Viertelstunde nach Bellingham, von wo die grossen Alaska-Fähren losschippern, trifft die Strecke auf die Chuckanut Bay, der Reisende sieht sich geradezu überwältigt von der bezaubernden Anmut der San Juan Islands: als hätten sich die schwedischen Schären in mediterrane Gefilde begeben. Bald eilen linker Hand die Cascades herbei, die passende Bergkette zum Zug. Ab jetzt gibt's Pickup-Truck-Amerika, willkommene Idyllen mit Airstreams, verfallenen Scheunen, verlassenen Tankstellen usw. - nichts, was man nicht in Bildbänden und auf Kalendern haben könnte, einen aber doch immer wieder schlagartig in die Lassie-Episoden der Kindheit regredieren lässt, wo die Welt noch in Ordnung war. Maritime Ensembles zur rechten, Backroads zur linken, Orte wie Marysville, in denen das Holz verarbeitet wird, mit dem der Nordwesten so überreichlich gesegnet ist - so lange jedenfalls, bis die beiden Konzerne Weyershauser (USA) und McMillan-Bloedel (Kanada) den letzten Stamm abgeschlagen haben. Everett rückt Industriekomplexe ins Bild: Werften, Boeing, dazu die Marine, das Stadtgebiet als hard-hat-area, auch vom Geruch her weniger ansprechend, bis zur Brücke über den Skykomish River hält man besser mal die Luft an.

Der Trip führt abwechselnd durch Naturschutz- und Industriegebiete: Hier aufgestörte Reiher, mit Glück Seelöwen, Whale Watching soll vom Zug aus möglich sein, wenn man die richtige Jahreszeit erwischt - im Spätsommer. Dort das übliche Nordwestpanorama: Treibholz, Fähren, Leuchttürme, malerische Wracks, mit Moos überwuchert, Fischnetze, Kutter. Leider lassen sich die Fenster nicht öffnen, mit Zugangeln wird es also nichts. Eine Zeitlang reist man parallel zum Victoria Clipper, der den Staat Washington mit British Columbia verbindet. Mit etwas Glück erlebt man sogar ein Scharmützel zwischen kanadischen und amerikanischen Fischern um Fangquoten und Fischrechte, der Peace Arch kurz hinter der Grenze, linker Hand, zum Trotz, die den 100jährigen Frieden zwischen den USA und Kanada dokumentieren soll. Die Olympics reihen sich weiterhin brav zur Linken auf, ich habe Glück mit dem Wetter: Fernsicht statt Fernsehen.

Seattle ist natürlich einen längeren Stopover wert. Die neue Stadtbibliothek von Rem Kohlhaas bietet spektakuläre An- und Aussichten zum Nulltarif, der Espresso im Uptown auf Queen Anne ist so unverändert wie konkurrenzlos gut. Neuere Statistiken sprechen von wöchentlich 4.5 Starbucks-Besuchen pro Einwohner, die jährlich etwa 650 $ in den ca. 83 Filialen lassen (in zehn Minuten sind es schon wieder mehr.) Noch eine Zahl, die der Wohnsitzlosen: 15.000! Der King Street Station gebührt der Nobelpreis für die längste Bahnhofsrenovierung Nordamerikas. Seit mindestens zehn Jahren werkelt man herum, Fortschritte sind mit blossem Auge kaum sichtbar. Nur das Viertel hat sich nicht zuletzt durch den Bau zweier gigantischer Stadien radikal gewandelt, werktags kann man sich hier problemlos proviantieren, was angesichts des beschämenden Bahnhofsangebotes ratsam erscheint.

In den letzten zwanzig Jahren scheinen die Amerikaner so etwas wie Geschmacksnerven entwickelt zu haben, beim Kaffee, bei Bier, bei Brot, bei Zügen und neuerdings auch bei Hotels. Aus dem mehr alt als ehrwürdigen Hotel Vance (620 Stewart) ist das Hotel Max geworden, das von der Ausstattung her deutlich anders ist als die beige-braune Teppichbodenwüste gängiger Ketten. Das Max ist mit allen Schikanen ausgestattet, vom Flachbildschirmfernseher über den CD-Player bis zum drahtlosen Internetzugang. Die Türen sind mit grossformatigen Fotos der örtlichen Musikszene verkleidet, da schielt man auf ein jüngeres Zielpublikum, denn ältere werden mit Eddie Vedder oder Kurt Cobain nicht so sehr viel anfangen können. Das Hotel liegt zentral, fünf Minuten vom Pike Place Market entfernt, zwei von der Monorail, schräg gegenüber der Greyhound-Station, aber da findet sich wohl nicht die Zielgruppe.

Um halb acht Uhr am übernächsten Tag sitze ich wieder im Zug. Erneut ist man gut beraten, sich einen Fensterplatz auf der rechten Seite geben zu lassen, weswegen man sich frühzeitig in der Schlange vor dem Schalter für die Bordkarten einfinden sollte, also spätestens um sieben. Amtrak arbeitet umständlich, manchmal rührend mitanzusehen, noch besser aber, man sieht gar nicht erst hin. Allein, wie lange sie brauchen, um den Zug ans richtige Gleis heran zu rangieren, dürfte einem deutschen Bahnler das Wasser in die Augen treiben.

Der Bildschirm zeigt einem wie im Flugzeug Streckenverlauf, Uhrzeit und die Aussentemperatur am Zielort Portland an, fehlt nur der Nasdaq-Index. Man kann die Verspätung des Zuges sozusagen minutiös mitverfolgen. Nach etwa zwanzig Minuten erscheint kurz hinter Sumner bei schönen Wetter - das gibt es tatsächlich im Nordwesten - der mächtige Mount Rainier zwischen den Containern, das einzige Ereignis auf der linken Seite. Die Station Tukwila liegt mitten auf der Wiese, ohne jegliche Infrastruktur herum. Dies sollten arglose Reisende wissen, die sich einen Haltepunkt aus dem Fahrplan herauspicken: Ihrer Abhole sollten sie sich immer hundertprozentig sicher sein, wenn sie nicht nächtens in Utah in der Wüste stehen wollen. Anderereits ist Tukwila bloss fünf Meilen vom SeaTac-Flughafen entfernt. In Puyallup lohnt sich die State Fair, wo man den Wilden Westen in kondensierter Form erleben kann. Wenn man Glück hat, verteilen pinkgewandete Cheerleader vor dem Messegelände Tabletten gegen Sodbrennen - die benötigt man hier dringend. Über Tacoma braucht man nicht allzuviel zu wissen, es sei denn, man ist Kapitän oder Glasbläser. Berühmte Glaskünstler wie Dale Chihuly stammen von da - und sind weg gegangen. Allerdings bemüht man sich, die Downtown auf Vordermann zu bringen, und sowieso gilt die Regel: Jede Stadt braucht eine hässliche Schwester. Was Oakland für San Francisco, ist Tacoma für Seattle. Rechter Hand schwingt sich nun die Tacoma Narrows Bridge über den Sund, die am 7. November 1940, nur vier Monate nach ihrer Einweihung, in einem Sturm kollabierte.

Die Temperatur im Monitor klettert mittlerweile so rasch wie die Ankunftszeit. Was eindeutig besser ist als im Flieger: Luft. Beinfreiheit. Landschaft. Der Kaffee indes: Flugzeugniveau. Das Turkey-Havarti-Sandwich klingt nur gut, man könnte es mit dem Löffel essen. Kurz hinter Tacoma das nächste Americana-Leporello mit verwitterten Holzhäusern mit Veranden, rostigen Silos, Pferden, silbrig glitzernden Wohnwagen, grossmütterlich aussehenden Scheunen mit Haubendächern, breitbeinigen Wasserspeichern mit Ortsaufschrift und soviel Natur, dass man nicht länger darüber rätseln muss, warum Washington der "Immergrün"-Staat genannt wird - diese Farbe wird in allen Schattierungen des Grün-Universums geliefert.

In der Reihe neben mir eine Art Cowboy-Prediger, mit einem Buch über Jesus und einer Flasche Wein bewaffnet, vor mir wird die New York Times gelesen, das intellektuelle Niveau ist deutlich über Greyhound angesiedelt, da sortiert der Fahrpreis das Publikum vor. Freaks gibt es dennoch nicht wenige: Der Mann z.B., der derart ununterbrochen in sein Handy spricht, so dass man den Verdacht haben muss, er habe gar keinen Gesprächspartner.

Amerikaner sind ja zu erstaunlichen Leistungen in der Lage, was Technik oder Sport angeht, aber wie man Klospülungen erfolgreich betätigt, das haben sie nicht drauf. Das hygienische Niveau der Toiletten steht dem Cisalpino in nichts nach. Ausserdem bringen sie es ohne mit der Wimper zu zucken fertig, beim Durchkreuzen atemberaubender Landschaften den Blick ungerührt auf den Monitor zu heften, wo soeben ein Film mit Kevin Beacon als Tunte gestartet wird. Gleichzeitig werden über Bordlautsprecher alkoholische Getränke angeboten, anscheinend ist es Zeit für die Frühstücks-Bloody-Mary. Oft stellen sie einem Güterzüge, deren Länge ja legendär ist und sich oft hinter dem Horizont verliert, vor das Blickfeld, wohl um dem Reisenden nicht allzu grossen Reizen auszusetzen, denn hier am Sund entlang, das ist schon was besonderes, Entenschulen, kleine Jachten, Schaluppen, Kayaker, Angler, Weite, Grösse. Besondere Sehenswürdigkeiten werden freundlicherweise auf dem Monitor eingeblendet, rechts unten neben Queen Latifah. Bei Ketron Island legt der Zug an Geschwindigkeit zu, wir ziehen, das habe ich in fünfzehn Jahren Amtrak nie erlebt, sogar an einem Güterzug vorbei. Da verzichte ich sogar auf Aussicht. Der Cowboyprediger hat soeben seine erste Flasche geleert.

Von der Hauptstadt Olympia sieht man rein gar nichts. Der Bahnhof, so heisst es, wurde von Freiwilligen auf Vordermann gebracht - hoffentlich liest das nicht Hartmut Mehdorn. Längst sind wir wieder im Landesinneren, Fichten, Madronas, Ahorn ad infinitum, oder anders ausgedrückt: Ich bin mal eben kurz eingeschlafen. Rechtzeitig zum folgenden Hinweis wache ich wieder auf: "Mysterious geological Mima mounds on the right". Ich starre angestrengt nach rechts, zu sehen ist nichts, keine Mima, geschweige denn Mounds. Das sind übrigens Erdhügel. Der Cowboy-Prediger stolpert mit der zweiten Flasche Weisswein aus dem Speisewagen. Die New York Times raschelt. Ein Grossvater erklärt seinem Enkel die Welt. Sicher gibt es spektakulärere Strecken in diesem Land, kaum aber bessere Züge, nicht mal der Kaffee schwappt über, was in diesem Fall natürlich schade ist. Centralia ist eine jener Städte, die ohne Eisenbahn wohl kaum auf der Landkarte wären. Linker Hand schieben sich nach längerer Abwesenheit mal wieder die Cascades ins Bild, man kann sogar Mount St. Helens erspähen. Volles Tempo ab Napavine, jetzt geht es wieder eine Weile schnurstracks geradeaus. Wer deutsche Mittelgebirge mag, wird hier bestens bedient, allerdings in der ungezähmteren und weniger dicht besiedelten Version. Tiefgrün der Cowlitz River, über den wir auf einer dieser alten Stahlbrücken rattern, die man von Hopper-Bildern kennt. Noch eine Stunde bis Portland, endlich der erhabene Columbia River mit seinen Massenansammlungen von Holzstämmen. Einen wenig glamourösen Anblick bietet ein gigantisches Kraftwerk am anderen Ufer, von so fragwürdiger Konsistenz, dass Tschernobyl daneben sicher vertrauenerweckend ausgesehen hätte. Ein paar Meilen weiter ein Schild: "Industrial land available", als gäbe es hier nicht genug davon. Aber selbst neben der letzten Schrotthalde steht eine Espressohütte. Der Highway I 5 löst für kurze Zeit den Fluss ab, dann die malerische Hausbootsiedlung kurz vor Hazel Dell. Ende der Sehenswürdigkeiten. Vancouver, Washington (nicht zu verwechseln) ist für Portland das, was Tacoma für Seattle ist: eine Industriebrache, was ja auch seine Reize haben kann. Die Oregonians waren nur schlauer und haben ihre hässliche Seite gleich in den Nachbarstaat verlegt, 1825 hat die Hudson Bay Company mit Fort Vancouver angefangen. Unmittelbar hinter dem Bahnhof ein Monster von Brücke über den Columbia, die Rostschattierungen sehen einerseits authentisch, andererseits wenig vertrauenerweckend aus. "This area may be under video surveillance." Aha.

In drei Tranchen geht es über den Columbia nach Oregon hinein, der Cowboyprediger muss sich sputen, will er die zweite Flasche erfolgreich abschliessen. Wie bei fast jeder Zugfahrt nähert sich der Zug der Stadt durch die kalte Küche, schliesslich kommt der karmesinrote Turm der Union Station in Sicht. Mit nur zehnminütiger Verspätung - DB-Niveau an besseren Tagen - erreichen wir Portland, und nach weiteren zehn Minuten habe ich sogar mein Gepäck.

Portland, die Rosenstadt, die grüne Stadt, in der einem die Einkäufe in Papier- statt Plastiktüten gepackt werden. Ist ebenfalls eine eigene Geschichte wert, aber hervorzuheben sind natürlich die Buchhandlung Powell's (1005 West Burnside), die einen ganzen Block einnimmt und in die ich bedenkenlos einziehen würde, überhaupt der ganze Bezirk drum herum, der sog. Pearl District mit seinen Galerien, dem riesigen Naturkostladen (in Amerika macht so was Spass), zahllosen Restaurants und dem besten Plattenladen, der mir in den letzten Jahren untergekommen ist: Everyday Music (1313 West Burnside). Sowohl bei Powell's wie auch hier gibt es vieles aus zweiter Hand. Im Pearl-Distrikt ist nicht nur die Perle aufpoliert, selbst die Muschel strahlt. Man pflegt einen persönlichen Umgangston, und wer im Kaffeeladen - hervorzuheben wäre die Torrefazione Italia - seinen Latte ordert, muss seinen Vornamen nennen. Ein weiterer moderner Klassiker sind natürlich Oregons Mikrobrauereien, die so klein gar nicht sind.

Wer die guten "vibes" aus dem Hotel in Seattle nach Portland hinüber retten möchte, ist mit dem Hotel Lucia bestens bedient, kein Wunder, beide gehören dem selben Besitzer, sind ergo in privater Hand. Das Lucia ist ein wenig klassischer als das Schwesterhotel im Norden, vor allem die etwa 680 Fotos des ortsansässigen Fotografen David Hume Kinnerley wären ihr eigenes Eintrittsgeld wert. Im Lucia wirbt man mit Finessen wie einem Kopfkissenmenu, das auch grössten Allergikern Labsal verspricht, oder den so genannten "Get-it-now-button" für spontane Wünsche. Und die Lage - Main Street - im Herzen der Stadt ist fast unbezahlbar, zumal man in Portland vieles zu Fuss erledigen kann, und der innerstädtische Busverkehr- wie in Seattle - gratis ist. Es gibt sogar eine Strassenbahn hinaus zum Flughafen. Die Polizeipräsenz ist augenfällig, Mietwagenfahrer aufgepasst!

Für Regentage hält das Tourismuscenter übrigens Notfallpläne bereit: "Rainy Day Portland", diesen und die beliebten Couponhefte erhält man im Besucherzentrum auf dem Pike Place. Am nächsten Tag steige ich in die rote Linie zum Flugplatz, die Haltestelle ist nur drei Blöcke vom Hotel entfernt. Während ich mich mit der Frage quäle, was wohl eigentlich aus dem Cowboyprediger geworden ist, läuft im Radio nicht unpassend der aktuelle Countryhit von Dierks Bentley: "I still gotta lotta leavin left to do". Eine Reise im amerikanischen Talgo von Vancouver nach Portland (wer will, kann bis zur Hauptstadt Eugene weiterfahren) ist gleichzeitig ein Trip über verschiedene höhere Geschmacksebenen, die man so in den U.S.A. nicht vermutet hätte.

Vancouver ab 18:00h, Seattle an 22:05h $ 33.00
Seattle ab 7:30h, Portland an 11:00h $ 28.00
Über (die häufigen) Fahrplanwechsel und Preise informiert man sich bei Amtrak.
Reservierung in den Sommermonaten ratsam.
Website: www.amtrakcascades.com
Reservierungen: www.amtrak.com oder 1-800-USA-RAIL
Seattle's Convention & Visitors Bureau: www.seeseattle.org
Portland Oregon Visitors Association: www.travelportland.com
Powell's 1005 W Burnside: www.powells.com
Everyday Music 1313 W Burnside

© Thomas C. Breuer Rottweil 12.07.2005

(unter dem Titel "Zügig nach Seattle" erschienen am 10.11.2005 in der Süddeutschen Zeitung)
>>> hier im Originalformat als pdf

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Aktualisiert am 09.09.2009